Insel Rab

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Insel Rab

Rab unter dem Namen „Arba“ (dunkel, grün bewaldet) wird etwa um 70 nach Christus von Pilinus erstmalig erwähnt und seitdem in Italien genau so genannt. Als 1446 das Franziskanerkloster der Heiligen Euphemia in Kampor gegründet wurde erhielt Rab durch das Vertauschen der Laute im Word Arb seinen kroatischen Namen. Die Stadtmauer um die Stadt Rab und die Türme stammen aus dem 3. Jahrhundert nach Christus von Kaiser Augustus Octavianus, ebenso der Beiname „Felix“ und die Erhebung zu einem römischen Municipium. Die Klöster, Kirchen, Loggias und Paläste zeugen auch heute von der schon damals sehr gut entwickelten städtischen Kulturgesellschaft. Rab musste nach der Herrschaft durch die Römer, Byzantiner und Venezianer bis hin zu ungarischen und kroatischen Königen keine größeren Zerstörungen erleiden. Der antike Stadtkern ist so immer noch sehr gut erhalten. Die Insel hatte seither immer ein hohes Lebensniveau. Eine Tatsache, die Reiselustigen nicht verborgen blieb. Weshalb es kaum wundert, dass man auf fast 130 Jahre Tourismus zurückblicken kann. Rab erhielt in den vergangenen Jahren angesehene Auszeichnungen als gepflegte und hochwertige mediterrane Reisedestination verliehen. Verdanken kann die Insel dies allen Rabern, die die Insel durch ständige Bemühungen im Tourismusbereich und ihre Gastfreundschaft für ihre Gäste zu einem einmaligen Erlebnis macht.

Insel Rab - Glücksmomente inklusive

„Felix Arba“: „Glückliches Rab“, das ist das erste Schild, das die Gäste der Insel nach Verlassen der Fähre sehen. "Rapska plovidba d.d." verbindet den Fährhafen Jablanac auf der Festlandseite und den Fährhafen Mišnjak ganzjährig in 15 Minuten. Kaum lässt man die Ödnis der Fähranlegestelle hinter sich, springt grün ins Auge – und azurblaues Meer. Von Barbat über Banjol bis hinein ins Herz der Insel entfaltet sich zusehends ein wunderbares Panorama. Links liegt der Barbatski Kanal, ein funkelnder Wellenstreifen. Rechts erhebt sich hinter Häusern, Olivenhainen und Weinbergen der Berg Kamenjak. Dann: Die zauberhafte Raber Altstadt ist zu sehen, zum ersten Mal. Das Rabern und Gästen stets das richtige Stündlein schlägt, dafür sorgt der städtische Uhrturm. Seit mehr als 400 Jahren! Der Uhrmechanismus muss täglich neu aufgezogen werden, in der Frühe kurz vor Acht.

Hübsche Flecken bietet Rab selbstverständlich nicht nur in der Altstadt Rab. Es gibt so viel Wunderbares zu entdecken: Die Weinberg- und Ziegenpfade von Barbat, die Olivenhaine bei Banjol, die grandiosen Aussichten von Mundanijes steinigen Berghängen, die gelassene Ruhe Kampors, den Tier- und Pflanzenreichen Wald Kalifront, die Ankerplätze und waldigen Anhöhen Supetarska Dragas, die Weitläufigkeit von Lopars paradiesischen Stränden. Und: Das Meer! Ein Rausch in Türkis entlang der Buchten, unglaublich klar, noch immer voller Fische, sanft plätschernd bis wild peitschend kann sie hier sein, die Adria. Zum Leben der Raber gehört sie unweigerlich dazu.

Auf Rab kann man gut leben – nicht nur im Urlaub

Das Mittelmeerklima auf der Insel Rab zeichnet sich durch milde Winter und angenehme, mäßig heiße Sommer aus. Dieses Klima ohne die sonst üblichen Extreme verdankt Rab der Bergkette Kamenjak. Der Kamenjak schützt die Westseite von Rab vor der kalten „Bura“, Der angenehm leichte „Maestral“-Wind, auch Schön-Wetter-Wind genannt, weht vom Nordwesten und vertreibt die Sommerschwüle und extreme Temperaturen. Die durchschnittlich sehr hohe Wassertemperatur des Meeres trägt dazu bei, dass auf Rab von Mitte Mai bis Mitte Oktober gebadet werden kann. An Stränden ist genug für alle da! Von Rab aus setzen Boote zur „Liebesinsel“ Frkanj über. Die unbewohnte Insel ist ein Ankerplatz für Menschen, die in der Natur verweilen wollen. König Edward und Wallis Simpson badeten 1936 auf der Insel nackt. Was weniger einen Skandal auslöste, denn die FKK-Kultur förderte und sich bis heute größter Beliebtheit erfreut. In Lopar zum Beispiel können Kinder ohne Probleme ins bis tief ins Meer seichte Wasser springen, ohne schwimmen zu müssen, in der Bucht weht wenig Wind und es gibt genug Platz für alle.

Ende Juli geht die ganze Insel auf eine Zeitreise. Im Jahr 1358 befreiten sich die Raber dank ihrer tapferen Armbrustschützen von der venezianischen Herrschaft. Ein Grund, jedes Jahr Ende Juli drei Tage Mittelalter zu feiern. Die „Rapska Fjera“ ist heute eines der beeindruckendsten Feste im ganzen Mittelmeerraum. In diesen Tagen ist Geschichte greifbar. Kultur weitergeben, heißt das Motto. Folkloregemeinschaften haben es sich zur Aufgabe gemacht, das kroatische Kulturerbe mit seinen Tänzen und Folksliedern aufrecht zu erhalten. Deshalb finden in den Sommermonaten oft Folkloreaufführungen statt: Bunte Trachten, Dudelsackpfeifer, Mandolinen, Folklore- und Figurentanz. Die Bräuche leben weiter, weil sich die Raber gegen ihr Aussterben wehren.

Nach der Saison ist vor der Ernte….Rab im Ölrausch

In ganz Kroatien sind Spezialitäten wie der luftgetrocknete Schinken – Prsut – oder der Zigenkäse von Pag ein Begriff. Kaum ein Mann, der nicht sein eigenes Boot besitzt und rausfährt zum Fischen, sobald die Zeit es erlaubt. Rab ist bekannt für tolle Fischgerichte. Die Erde der fruchtbaren Felder Rabs ist ganz besonders für den Anbau von Oliven geeignet und so wundert es nicht, dass diese Fischspezialitäten mit dem eigenen Olivenöl der Insel verfeinert werden. Wenn die meisten Urlauber im Oktober wieder zu Hause sind, stehen die Raber im Regen – im Olivenregen. Wer Rab wirklich kennenlernen will, ist bei den Menschen der Insel an der richtigen Adresse und so ist die Olivenernte ideal dafür. Mit den Einheimischen richtig in Kontakt zu kommen. Jede Hand ist herzlich willkommen. Man gelangt so zu Orten, die man alleine nicht unbedingt entdecken würde. Silber schimmernde längliche Blätter, knorrige Stämme und Äste. Vertrauter Anblick und doch etwas Besonderes. Die biblischen Gewächse sind Stolz, Last und Einkommensquelle der Bewohner Rabs. Einmal geerntet wird das Öl gepresst und zwei Mal abgeschöpft. Bis zu einem Säuregehalt von 0,6% ist die Qualität „extra vergine“.

Honig, Feigen oder Trauben werden biologisch nachhaltig angebaut und verarbeitet und finden so Ihren Weg auf die Tische der Gäste in den gemütlichen Restaurants, Weinstuben auf den Stadtplätzen, den autofreien Uferpromenaden aber auch in den Ferienunterkünften. Die größte Spezialität der Insel ist jedoch eine Torte. Anlässlich des Besuches Papst Alexander III. im 13. Jahrhundert wurde die Raber Torte gebacken, die aufgrund des damaligen Überangebots an Mandelbäumen auch heute vorwiegend aus Mandeln besteht. Viele Bäckereien backen die Raber Torte auch heute noch nach dem Originalrezept und sie sollte als Dessert das Abendmenü abrunden – oder als Mitbringsel mit nach Hause genommen werden.

Hier finden Sie ein Ferienhaus auf der Insel Rab