Split

Region: Dalmatien

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Wer sich vom Land her Split (200.000 Einwohner), der größten Stadt Dalmatiens und dem wichtigsten Industriehafen des Landes, nähert, sollte sich nicht von den unschönen Hochhausvierteln abschrecken lassen. Denn die 1700 Jahre alte Stadt besitzt eine einmalige Sehenswürdigkeit, den Diokletianspalast, den sich der römische Kaiser Diokletian als Altersruhesitz errichten ließ und der von der Unesco zum Welt­ kulturerbe erklärt wurde.

Die Altstadt von Split entstand gewissermaßen über den Ruinen des rund 31000 m2 großen Diokletianpalastes (Dioklecijanova palača) mit seinen 18 m hohen Mauern, der zwischen 295 und 305 nach Christus am Meer errichtet wurde und ein Rechteck von 215 m Länge und 180m Breite bildet. Direkt beim Goldenen Tor (Zlatna vrata oder Porta Aurea), dem Nordeingang und früheren Haupttor, steht die monumentale Plastik von Ivan Meštrović, die Bischof Gregor von Nin zeigt. Die meisten Besucher er­ reichen den Palast allerdings durch das Bronzetor im Süden (Mjedena vrata, Porta Aenea), das nur noch ruinenhaft erhalten ist. Von dort aus geht man zum Zentrum der Palastanlage, dem Peristyl, einem riesigen, von Säulengängen umgebenen Hof, der im Sommer zahlreichen Veranstaltungen eine Kulisse mit viel Atmosphäre bietet.

In östlicher Richtung liegt das ehemalige Mausoleum des Kaisers, das im 7. Jh. zur achteckigen Katedrala Sv. Duje umgebaut wurde. Durch das romanische hölzerne Portal betritt man das Innere der Kathedrale mit ihrem spätmittelalterlichen Chorgestühl , dem Anastasius-Altar im Renaissancestil und zwei übereinander gestellten Säulenreihen mit Relieffries. Vom 57 m hohen Glockenturm (13.-17. Jh., Juni-Aug. tgl. 8.00-20.00, sonst 8.00- 12.00,16.00-18.00 Uhr) genießt man einen herrlichen Rundblick auf die Dächer der Altstadt.

Im Innenraum des ehemaligen römischen Jupitertempels, der heutigen Taufkapelle (7. Jh.) Sv. Ivan Krstitelj steht die Bronzestatue „Johannes der Täufer“, ebenfalls ein Werk von Ivan Meštrović. Vom Vestibül, der früheren Empfangshalle des Kaisers, sind heute nur noch Reste erhalten. Der spätgotische Papalić -Palast (Palača Papalić) beherbergt das Museum der Stadt Split (Muzej Grada Splita, Mo.-Sa. 9.00-13.00, Do. 9.00-19.00 Uhr). Das große Silberne Tor (Srebrna vrata, Porta Argentea) macht den Weg frei zum bunten Obst- und Gemüsemarkt, der fast täglich an der Außenmauer abgehalten wird. Durch das Eiserne Tor (Željezna vrata, Porta Ferrea) gelangt man von dem Palast auf den Narodni trg, beliebter Treffpunkt der Einheimischen. Im dortigen Rathaus (15. Jh.) ist das Ethnografische Museum (Di.-Fr. 9.00-16.00, Sa. und So. 10.00-12.00 Uhr) untergebracht. Westlich der mittelalterlichen Stadterweiterung Novi Grad lädt die Einkaufsmeile Marmontova mit ihren schmucken Gebäuden aus der Gründerzeit und der Markthalle zu einem Bummel ein. Sie endet bei der venezianischen Festungsmauer, nahe dem Kroatischen Nationaltheater (1893, Trg Gaje Bulata). Im Archäologischen Museum (Arheološki muzej, Zrinsko-Frankopanska 25, Di. bis Fr. 9.00-14.00, Sa./So.10.00-13.00 Uhr) sieht man weitere interessante Funde zur Stadt.

Sehen und Gesehenwerden ist das Motto auf der Uferpromenade (Riva) mit Grünanlagen und Palmen sowie zahlreichen Lokalen und Cafés, deren Abschluss das Franziskanerkloster Sv. Frane mit seinem romanisch-gotischen Kreuzgang bildet.

Unter freiem Himmel: Ein Tipp für Filmfans und laue Sommernächte: Das Freilichtkino (Put Firula 2) im Spliter Ortsteil Bačvice zeigt während der Somm ermona te oft ausländische Filme in Originalfassung mit kroatischen Untertiteln.